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Voraussetzungen für einen Dispositionskredit

Der Dispositionskredit ist ein Rahmenkredit, der Girokontoinhabern im Zusammenhang mit der Führung eines Girokontos vonseiten der Bank eingeräumt wird. Für diesen Dispositionskredit sind monatliche Zahlungseingänge aus einem Festgehalt oder einer Rente nachzuweisen. Unter der Voraussetzung, dass der Kunde keine negativen Einträge in der Schufa hat und Gehaltsabrechnungen vorlegt, genehmigen die Banken auf Antrag in der Regel eine Kredithöhe vom zwei- bis dreifachen des monatlichen Einkommens.

Die Zinsen sind variabel und relativ hoch. Im Durchschnitt verlangen die Banken 12 Prozent für den in Anspruch genommenen Betrag. Die Abrechnung erfolgt meistens quartalsweise.

Wozu kann ein Dispo benötigt werden?

Der Dispositionskredit gibt dem Kunden zusätzliche Liquidität. Er kann damit über sein Konto verfügen, wenn es nicht ausreichend gedeckt ist. Das ermöglicht die Bezahlung von zusätzlichen Rechnungen oder den Kauf von Konsumgütern. Der Dispositionskredit sollte immer nur dann genutzt werden, wenn absehbar ist, dass das Konto durch die Gehaltseingänge in den kommenden drei Monaten wieder ausgeglichen werden kann.

Es ist nicht sinnvoll den Dispo zu nutzen, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten. Bei regelmäßiger Inanspruchnahme oder gar der vollen Ausschöpfung des Kreditrahmens entstehen immense Kosten entstehen. Manchmal ist es sinnvoll, einen über die Maßen ausgeschöpften Dispositionskredit mit einem Ratenkredit abzulösen.

Wie wird der Dispositionskredit beantragt?

Bei den meisten Banken reicht es aus, den Dispo formlos bei einem Bankberater zu beantragen. Bei Direktbanken erfolgt der Antrag per E-Mail. Der Kunde beantragt die benötigte Kreditsumme und die Bank entscheidet ob, und in welcher Höhe der Dispositionskredit eingeräumt wird.

Einige Banken geben den Kunden automatisch im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung den Dispositionskredit in der Höhe ihres Ermessens.

Alternativen zum Dispositionskredit

Die preiswerte Alternative zum Dispo ist der Abrufkredit. Der Abrufkredit hat den Vorteil, dass er vergeben wird, ohne dass das Girokonto bei der Bank geführt werden muss. Er liegt beim Zinssatz deutlich niedriger.